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Extended Wing Cody

von Eike W. Schmidt

Weshalb habe ich einen Cody gebaut?

Wie ein lieber Mensch immer wieder während des nicht enden wollenden Baus auf Nachfrage sagte: "Weil Du schon immer einen haben wolltest!" Genau dashalb habe ich ihn gebaut.

Woher den Bauplan nehmen

Den Bauplan findet man im Netz, die Newsgroup de.rec.drachen veranstaltete hierzu einen Workshop nach einem Plan von Lutz Treczocks (Plan bei kiteplans.org).

Anfangs sollte es eigentlich ein Cody mit 35cm Zellengröße werden. Alle Teile waren schon im CAD konstruiert, aber dann landete die Kite&friends 2/2003 in meinem Briefkasten in der eben selbige Bauanleitung für einen Cody mit 50cm Zellengröße beschrieben ist.

Weitere Dienste hat mir die "Eine für alle!" Bauanleitung von Handkerchief geleistet.

Die Materialauswahl

Nachdem die Materialkosten anhand des vorgeschlagenen Materials überschlagen waren traf mich der Schlag. Vor allem das Gestänge schlägt stark zu Buche... dort musste doch noch Sparpotential liegen!

Nun gab es zwei Möglichkeiten: Entweder Glasfaserrohre anstelle von Kohlefaser verwenden, oder mit der Kohlefaser auf häufiger gebrauchte und somit preiswertere Durchmesser auszuweichen.

Da mein Cody zumeist im Binnenland fliegen wird, wo eine Windgeschwindigkeit von über 3Bft normalerweise auch (leider) mit sehr hoher "Luftfeuchtigkeit" verbunden ist, fiel nach längeren Diskussionen in de.rec.drachen die Wahl auf die leichtere und dünnere Variante in Kohlefaser, möglichst in günstiger "no name"-Qualität.

Auflistung der verwendeten Kohlerohre
Einbauort Durchmesser aussen/innen
Segellatten6mm/4mm
Kasten an Sparte6mm/4mm
Kasten an Flügel8mm/6mm
untere Spreizen8mm/6mm
obere Spreizen10mm/8mm

Als Segelmaterial wurde (auch aus Preisgründen) Schikarex verwendet. Jetzt mag mancher sagen: "Aber Schikarex dehnt sich doch so stark bei Nässe." Das mag schon stimmen, aber dazu später noch ein paar Worte.

Die Schnittbögen

Zuerst wurde der obligatorische Plan im CAD inclusive der Nahtzugaben erstellt. Hierbei ist zu beachten, dass die leichten Bögen im Segel und den Kastenteilen Splines und keine Kreisbögen sind. Vorsicht falls in der Zeichnung zum Topsegel ein Maß von 56cm steht, dies ist ein noch nicht korrigierter Zahlendreher. Mit 65cm passt auch der Kiel ans Topsegel.

Der Plan wurde mit einem horizontalen und diagonalen Gitterraster versehen und dann auf DIN-A4-Blätter gedruckt(irgendwann wird auch mal ein Plotter angeschafft :-) ). Nach dem Verkleben und Ausschneiden der Schnittbögen wurde noch die eine oder andere vergessene Hilfslinie aufgezeichnet.

Der Zuschnitt

Als Zuschnittfläche wird -wie immer- eine große Spanplatte auf einem Tisch genutzt. Der Nachteil hierbei ist, dass an den Schnitträndern leichte Holzfussel hängen bleiben. Da alle Kanten in einer Naht, Tasche oder Saum verschwinden macht das nichts. Der Vorteil ist, daß man mit einem Nagel und Hammer Hilfslöcher in das Segelmaterial schlagen kann, um die eine oder andere Hilfslinie ziehen zu können. Ausserdem bedurfte es noch einer Menge an Dacronverstärkungen.

Ein paar Segelteile und Schablonen

Ein paar Segelteile und Schablonen

Das Nähen

... des Cody an sich wäre nicht schlimm gewesen, nur die nicht enden wollende Anzahl an Verstärkungen macht das Durchhalten und Weiternähen mehr als einmal schwer. Wenn man das alles ersteinmal hinter sich gebracht hat, ist der Rest kaum der Rede Wert. Vor dem Aufnähen der Verstärkungen wurden zuerst die drei Teile des Flügels zusammengenäht, nachdem alle aufgenäht waren, wurde ihr Überstand heiß abgetrennt.

Danach wurden die Teile gesäumt, ein Saumapparat ist hierbei enorm hilfreich gewesen. Nachdem auch die Spreizentaschen vernäht waren, wurden die Flügel mit den Kastenteilen vernäht.

Verstärkungen auf Segelteilen

Verstärkungen auf Segelteilen

Zusammenfügen der Hälften

Hierbei lässt der Cody Workshop den Erbauer alleine. Eine Möglichkeit, wie sie im "Eine für alle!" Bauplan steht, sieht vor, die Stabtasche nach aussen zu legen. Da mir diese Möglichkeit nicht gefiel, wurde die Stabtasche als Dreieck nach innen ausgeführt. Hier eine Skizze, wie das bei einem 6mm Stab aussehen kann:

Von links und rechts kommen die Kastenteile, von unten die Sparte

Von links und rechts kommen die Kastenteile, von unten die Sparte

Hierbei erhalten die Kastenteile eine Zugabe von 20mm (kann auch mehr sein, wenn man erst denkt und dann schneidet) und die Sparten 9mm. Bevor man die Sparten mit den Segelhälften verbindet, näht man auf beide Enden einen 22mm breiten an den Enden gesäumten Streifen auf. Dann verbindet man die Hälften durch die mittlere Naht. Nun kann man die Sparte an den Kasten nähen und gleichzeitig die Hälften nochmals miteinander verbinden.

Abspannen des Cody

Für den ersten Aufbau sollte man sich einen entsprechend großen, nach Möglichkeit leeren Raum aussuchen. An dieser Stelle kommen wir zur Dehnung des Schikarex Nylon zurück. Die Abspannung des Segels wurde an einem sehr schwülen Tag durchgeführt und dies ergibt eine sehr stramme Abspannung bei niedriger Luftfeuchtigkeit. Da Flüge bei Regen nicht geplant sind, sollte sich das Segel hoffentlich auch nicht weiter dehnen.

Schnellbau Haspel

Der Cody war nun fertig, nur leider passte die Leine nicht auf die vorhandenen Spulen. Irgendwo musste sie aber wieder aufgewickelt werden können nach dem Erstflug. Eine Haspel musste her. Mit dem Bastelmesser, einem Wellkarton, festem Karton und einer stabilen Papprolle in der Hand sowie einigen Metern Kreppband wurde gezaubert, entstanden ist dies:

Schnellbau Haspel

Schnellbau Haspel

Der Erstflug

Die Anwesenheit eines Spaziergängers, der unbedingt warten musste, bis der Cody in der Luft war, stellte keine Erhöhung der Fehlerträchtigkeit dar (=Vorführeffekt). Nach dem Aufbau und der Suche nach der passenden Schenkellänge der Waage war der Ersflug problemlos. Kommentar des Spaziergängers: "Der fliegt ja auch ohne Schwanz!"

Cody knapp über dem Boden mit Erbauer/Pilot

Cody knapp über dem Boden mit Erbauer/Pilot



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